Die für 2011 geplante Hortreform wurde vom Hamburger Senat zwar bis 2013 zurückgestellt, doch sie wurde damit lediglich verschoben. Die Begründung sollte jeden stutzig machen: „Sparmaßnahmen“.
Doch zwei Dinge sind sicher: Die Weichen werden jetzt gestellt und mehr Geld wird der Senat auch 2013 nicht zur Verfügung stellen. Alle Kinder deren Eltern nicht die strengen Bedingungen für die Zuteilung eines Hortplatzes erfüllen (Betreuungsgutschein), bleiben bis dahin weiter vor der Tür.
Erste Sparmaßnahmen treffen Familien übrigens schon 2010: Für das Mittagessen muss bald mehr als das Doppelte bezahlt werden.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!
Die Hortreform kommt 2013,
doch zu welchen Bedingungen?

  1. Wer kann überhaupt noch kontrollieren, wo die Kinder sich aufhalten und was sie gerade machen?

    Der Betreuungsschlüssel verändert sich drastisch. 60 Prozent mehr Kinder sollten für das gleiche Geld betreut werden. Im Gegensatz zur Schule kommen die Kinder in den Hort zu unterschiedlichen Zeiten und gehen wieder zu unterschiedlichen Zeiten (Sport, Musik, …). Hat irgendjemand Peter gesehen?

  2. Die Kosten für die Hortbetreuung steigen an!

    Das “Kostenlos” ist eine echte Mogelpackung, denn Ferienzeiten und eine Betreuung über 16:00 Uhr hinaus, müssen teuer „erkauft“ werden. Für einkommensschwache Familien bedeutet das bei den geplanten Sätzen eine enorme Teuerung. Und wo ist Paula in den Sommerferien?

  3. Fastfood statt gesunder Mischkost. Die Qualität der Mittagessenverpflegung sinkt!

    Mit der Hortreform wird das Mittagessen privatisiert. Die meisten Familien müssen die Kosten vollständig übernehmen. Was das heißt, kann sich jeder vorstellen: Um die Kosten möglichst niedrig zu halten, wird man Billig-Anbieter suchen. Das wird sich wiederum auf die Qualität des Essens auswirken. Bereits mit Einführung des Kita-Gutscheinsystems und den damit verbundenen Einsparungen mussten viele Kitas/Horte auf Großküchenessen umsteigen. Hier langt der Senat übrigens bereits ab 2010 kräftig zu. Die Kosten für das Mittagessen steigen von 13 Euro auf 43,40 Euro (21,70 Euro für Hartz IV-Empfänger) an. Peters Eltern können sich die Mittagkosten nicht leisten, wo ist Peter denn dann?

  4. Multifunktionsräume sollen bereits bestehende und liebevoll gestaltete Gruppenräume ersetzen.

    Die Betreuung der Kinder soll primär in der Schule stattfinden. „Multifunktionsräume“ schaffen Abhilfe bei Platzproblemen. Eine Pausenhalle wird durch ein Sofa zur Kuschelecke, ein paar Haken in der Wand dienen als Kletterwand und ein paar Tische liefern die nötige Ruhe für die Hausaufgaben. Hat irgendjemand Paula gesehen?

  5. Die Betreuungsvielfalt stirbt, Qualität zahlt sich nicht mehr aus, die Eltern haben keine Auswahlmöglichkeiten mehr!

    Nachschulische Betreuung wechselt primär in die Zuständigkeit der Schulen. Private Anbieter können nur noch als Anbietergemeinschaft existieren. Sie sind dann nur noch reiner Dienstleister. Zwischen Schule und Anbietergemeinschaft wird über einen Vertrag auch das pädagogische Konzept geregelt. Und was ist emotional? Hat jemand Peter & Paula gesehen?

Hier finden Sie weitere Informationen

Mitmachen, aktiv werden !

Auch Sie sind mit der Hortreform nicht einverstanden und sehen noch Klärungsbedarf?
Unterstützen Sie uns mit ihrem Namen. Tragen sie sich in die Liste ein.

Machen Sie mit Ihrem eigenen Hort/Ihrer eigenen Kita mit. Sprechen Sie uns an. Vorlagen finden Sie zum herunterladen auf der Seite.

Die nächsten Termine:

Zur Zeit in Planung, mehr dazu bald hier.


RADAU! rockte Peter & Paula am 24. Januar 2010 in der Fabrik (mehr in der per Klick erscheinenden Galerieansicht).


Hier einige Eindrücke unserer gemeinsamen Aktionen vom 12. Dezember 2009 u.a. vor der Europapassage:

Kontakt

Wo sind Leon, Olga, Yanni, Anna ...?

Sie wollen mit Ihrer Kita mitmachen? Oder Sie haben Fragen, Anregungen?
Bitte mailen sie uns an: mitmachen@peter-und-paula.de.

Sie wollen über uns berichten?
Super, dann mailen Sie an : presse@peter-und-paula.de.